Stand: November 2012

Kranordnung für stationäre Kräne in Yachthäfen

1. Diese Kranordnung gilt für den aktuellen Kranauftrag und für alle folgenden Kranvorgänge, ohne dass es einer erneuten Vereinbarung bedarf.

2. Der Kranbetreiber stellt den Kran, gegebenenfalls Gurte und Traverse sowie geeignetes Personal zur Verfügung. Die Bedienung des Krans erfolgt ausschließlich durch einen autorisierten Kranführer. Den Anweisungen des Kranführers ist Folge zu leisten. Er führt die Regie für den Kranvorgang.

3. Der Kranvorgang beginnt mit dem Steifkommen des Hebewerkzeugs und endet mit dessen Entlastung.

4. Die Vor- und Nachbereitung des Kranvorgangs obliegt dem Auftraggeber. Der Auftraggeber hat das Krangut für den Kranvorgang vorzubereiten; bei Yachten und Booten insbesondere alle Öffnungen des Rumpfes zu verschließen und geeignete Fender und Leinen anzuschlagen. Der Auftraggeber weist den Kranführer in die Hebepunkte ein und sorgt für das Anlegen der Gurte an geeigneten Heißpunkten.

5. Der Auftraggeber haftet für ordnungsgemäße Angaben zum Gewicht des Krangutes und verpflichtet sich, kein Krangut zum Kranen zu beauftragen, dass das zulässige Arbeitsgewicht des Krans überschreitet.

6. Wirkt der Auftraggeber selbst oder ein von ihm beauftragter Erfüllungsgehilfe beim Kranvorgang mit, so haben diese Personen die Weisungen des Kranführers während des Kranvorgangs zu befolgen. Der Aufenthalt unter schwebenden Lasten ist untersagt.

7. Der Auftraggeber haftet für die Gestellung von funktionstüchtigem Trailer / Bootswagen / Bootsgestellen. Das Krangut und dessen Transportmittel / Lagerböcke etc. sind unmittelbar nach dem Kranvorgang aus dem Arbeitsbereich des Krans zu entfernen.

8. Der Auftragnehmer, sein Kranführer oder seine Erfüllungsgehilfen sind nicht verpflichtet, bei der Fortbewegung des Krangutes beziehungsweise der Hilfsmittel mitzuwirken; tut er es dennoch, so kann der Auftraggeber Schadensersatz nur verlangen, wenn dem Auftragnehmer oder seinem gesetzlichen Vertreter oder seinen Erfüllungs- oder Verrichtungsgehilfen Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Dies gilt nicht für Schäden an Leib, Leben oder Gesundheit.

9. Der Auftraggeber verpflichtet sich zur Zahlung der Krangebühren, einschließlich Mietzins für Traverse und andere Gerätschaften sowie der gesetzlichen Umsatzsteuer. Diese Gebühren sind vor Beginn des Kranvorgangs fällig.

Diese Kranordnung ist gedacht für Kranbetreiber, die über eine ausreichende Hakenlastversicherung sowie eine Betriebshaftpflichtversicherung verfügen.

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